Mittwoch, 15. November 2017

Tödlicher Unfall beim Goldabbau in Esmoraca

Große Beerdigung für verunglückten Goldsucher
Große Beerdigung für verunglückten Goldsucher
Verabschiedung in der Pfarrkirche von Esmoraca Bolivien
Verabschiedung in der Pfarrkirche von Esmoraca Bolivien
Dann fand das Seelenamt statt, zum ersten Male in meinen Jahren in Esmoraca war die Pfarrkirche supervoll
Dann fand das Seelenamt statt, zum ersten Male in meinen Jahren in Esmoraca war die Pfarrkirche supervoll
Ein letzter Segen
Ein letzter Segen
Der Agente Municipal saß im Fluss Esmoraca, wo Gold in größeren Rahmen abgebaut wird, am Sonntagnacht um 23:00 Uhr noch im Bagger, einem “gallo”, als dieser in ein Wasserloch zu rutschen begann und dann wurde in der Kabine irgendwie sein Schädel zerquetscht. Der tragische Unfall wurde dem TIO, gehört zu den Höllengeistern, zugeschrieben, der im Glauben der Leute besonders da ist, wo Gold ist. Zudem wurde der Firma angelastet, dass dem Tio an seinen beiden Tagen, dem Dienstag und Freitag, nie “geopfert” worden war. Normalerweise bekommt er an diesen Tagen Zigaretten, Räucherwerk und etwas Alkohol. Der Tio nahm dann, so der Glaube der guten Leut,’ seine Seele mit, die ein Yatiri aus Tupiza aber wieder freibekam. Mit einem Glöckchen und Räucherwerk begab sich dieser Montagnacht an den Unfallort und “befreite” so die Seele; Ja, und dann sagt man, dass nachdem der Teufel eine mitgenommen hat, die Goldausbeute jetzt steigen wird. Andiner Glaube und Brauchtum, an dem die Kirche sich eigentlich aber nie gestoßen hat.
Heute wurde er nun beigesetzt. Nach unseren Gebräuchen wurden ihm zunächst die Goldzähne entfernt, die würden ihn bei der ewigen Ruhe stören. Dann fand das Seelenamt statt, zum ersten Male in meinen Jahren in Esmoraca war die Pfarrkirche “supervoll”. Und nach der Eucharistiefeier ging es zum Friedhof. Da muss ich aber nicht mitgehen. Mein Part ist dann wieder die Feier der Hl. Messe am 8. Tag. An dem werden auch seine Kleider verbrannt.

P. Dietmar Krämer CP4PG
-- Für Infos, schöne Geschichten und Fotos haben Sie einen Blick auf: www.esmoraca-bolivia.org/   

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